Psychopathisches Denken – und was man damit machen kann

Psychopathisches Denken kann man bis zu einem gewissen Grad erlernen und man kann es vom „normalen“ Denken abkoppeln. Das ist wie eine Art Schalter, den man in sich trägt und der es einem ermöglicht schnell und präzise auf Veränderungen zu reagieren. Stellen Sie sich ihre Arbeit vor, was immer es auch sei, was Sie da tun. Sicher wird vieles zur Routine im Laufe ein- und derselben Tätigkeit aber weil das eben so ist, kann man diese Art des Denkens auch dazu verwenden, wohltuende Veränderungen in seiner täglichen Routine einzubauen. Wenn Sie allerdings von Haus aus einen Job haben, der jederzeit Veränderungen mit sich bringt oder der ständig von Ihnen verlangt, Ihre eigene Arbeitsweise oder Strategie zu verändern, dann sind sie bei dieser Art des Denkens im Vorteil. Wenn Sie dieses Training absolviert haben werden sie etwas bemerken. Sie gehen anders in einen Raum hinein und sehen in kürzester Zeit Dinge, die Ihnen vorher nie aufgefallen wären. In Meetings werden sie schnell zum Lenker der Situation. Psychopathisches Denken fördert die Aufmerksamkeit und das Erinnerungsvermögen. Man realisiert Dinge, Farben und Formen schnell und sicher. Das Hörverstehen und das Hörvermögen wird gefördert. Schließlich findet man sich schnell in die Gedankengänge anderer Menschen hinein. Das ist ein unschätzbarer Vorteil für Diskussionen und Gespräche. Mit einem Blick zu sehen ob mir das Gegenüber wohlgesonnen ist oder ob er mich lieber nicht am Tisch sitzen hätte, versetzt einen in die Lage, rechtzeitig gegen zu steuern und das Blatt zu seinen eigenen Gunsten zu wenden. Die Arbeitsweise wird effektiver und die Aufnahmefähigkeit auch in schwierigen Situationen wird größer. Schnelleres Denken und schnelleres Handeln sind die Folge. Man stelle sich mal den Fall vor, dass man am gleichen Arbeitstag etwas abgeben muss aber es fällt einem partout nichts ein. Eigentlich ist der Kopf voller Ideen und man ist im Thema drin aber es will nichts aufs Papier oder auch in den Computer was so richtig griffig ist. Die Folge bei vielen Menschen ist, dass sie in Panik verfallen und nicht mehr zielgerichtet und klar denken können. Wer gelernt hat, seine psychopathischen Anteile zu verwalten und mit ihnen zu denken, der wird auch unter größtem Druck ruhig bleiben und am Ende dennoch etwas Vernünftiges vorzeigen und diese Idee auch vertreten können. Das heißt übrigens nicht, dass man auch mal verlieren kann. Jeder verliert mal aber mit dieser Art zu denken kommt man schneller darüber hinweg und man kann sich früher oder eben zügiger neuen Aufgaben und neuen Idee widmen. Ich bin schon öfter gefragt worden ob man dann abgrundtief böse wird und das Rad nicht mehr zurückdrehen kann. Erstens erzieht psychopathisches Denken nicht dazu „böse“ zu sein oder zu werden und zweitens kann man das Rad jederzeit zurückdrehen. Menschen, die gelernt haben schnell und effizient zu denken und zu arbeiten, die gelernt haben, den oder die Gegenüber zu lesen und auf ihn einzugehen, sind oft sehr angenehme Menschen, die auch mal deutlich aber mit Achtung ihre Meinung sagen ohne verletzend zu sein. Ihr Einsatz ist sehr oft ein Segen für alle anderen weil sie etwas vorwärts bringen. Das ist sicher nicht in jedermanns Sinne aber es ist nicht schlecht und schon gar nicht böse. Neider wird es immer erzeugen, die kann man aber mit Fassung ertragen denke ich!

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