Motivation – sich selbst motivieren können

Jeder kennt das, man kann sich am besten selbst motivieren, wenn man es unbedingt will, wenn man etwas unbedingt erreichen will. Das klassische Beispiel ist sicher der Führerschein. Da motivieren sich Menschen aller Altersschichten und aus den unterschiedlichsten Beweggründen. Mir sind viele Beispiele bekannt, deren schulische oder arbeitstechnische Leistungen weit hinter denen der erbrachten Führerscheinprüfung zurückliegen. Den Führerschein hat man immer geschafft, da hat man sich zum Lernen der vielen Fragen einfach gezwungen und man wollte ja nicht als jemand dastehen, der den Führerschein nicht geschafft hat – vor allem den theoretischen Teil. Also liegt es doch sehr nahe, dass hier eine Motivation von außen kräftig nagt und die Menschen vorwärts treibt. Ist der Führerschein wirklich so prestigeträchtig? Je geringer das öffentliche Ziel, desto weniger ist die Lust, sich selbst zu motivieren, ausgeprägt. Nur wer bestimmt eigentlich ob ein Ziel gering ist oder nicht? Nur wir selbst bestimmen das und niemand anderes. Ich bekomme sehr oft zu hören: „Ja Du, Du weißt was Du willst und Du weißt genau, wo Du das einsetzen willst!“ Richtig, das wissen wir alle und der Anfang ist oft leicht weil sich sehr schnell ein Lernerfolg oder eine andere Form von Erfolg einstellt. Aber irgendwann kommt dieser fatale Punkt wo man eben zu arbeiten beginnen muss. Sich selbst zu verwirklichen, ohne dass es unbedingt gleich von anderen bemerkt werden muss, das ist die eigentliche Motivation. Dann klappt es auch mit dem Arbeiten an der eigenen Sache. Wer bin ich, wer will ich sein und was waren meine Absichten als ich mit dieser oder jener Sache anfing? Genau das sind die Punkte, die bei vielen Menschen irgendwann nicht mehr da sind. Es ist eigentlich genau das, was mir mein Vater immer gesagt hat. Er meinte: „Du tust das ja für Dich!“ Und er hatte sehr recht. Alles was wir tun, tun wir für uns selbst und nicht für andere Menschen. In erster Linie hatten wir die Idee oder haben die Idee eines anderen aufgegriffen und zu unserer eigenen gemacht. Wir haben eine Idee mit Leben gefüllt. Nun sehen manche Ideen scheinbar dürftig aus, ja man kann richtig sagen, sie sind nicht gesellschaftskonform. Aber ist das wirklich wichtig? Nein, ist es nicht. Wichtig ist unser Glaube an uns selbst und an diese Fähigkeit oder auch das Ziel, welches wir erreichen wollen. Zugegeben dieser Glaube wird manchmal auf eine harte Probe gestellt aber es lohnt sich sehr, dabei zu bleiben. Irgendwann greift man auf einen Fundus an Wissen und Fertigkeiten zurück. Sich selbst also zu motivieren weiter zu machen, dran zu bleiben und es nur für sich zu tun, egal was es ist, das ist der Ausdruck von Zufriedenheit. Das Schöne daran ist, dass etwas zu lernen jedermanns eigene Sache ist. Die kann niemand kritisieren oder madig machen. So lange ich selbst etwas lernen will und das auch durchziehe, so lange bin ich zu einem sehr großen Teil auch mein eigener Herr – so lange bin ich selbstbestimmt. Das ist Motivation pur, das reine Opiat für die Seele!

3 Gedanken zu “Motivation – sich selbst motivieren können”

  1. Gerade der Führerschein ist – glaube ich – ein ziemlich schlechtes Beispiel.
    Nie sind mehr Jugendliche gerade duch die theoretische Prüfung gefallen.
    Das liegt zum einen sicher daran, dass es immer mehr Fragen werden, die vorbereitet werden wollen, auch die Themen sind deutlich vielfältiger als vor 25 Jahren.
    Die Bereitschaft sich ernsthaft auf eine derartige Prüfungssituation vorzubereiten,
    und zwar so intensiv, dass man eher nicht durchfällt, geht gegen minus unendlich.
    Da wären wir wohl wieder beim doping-Blog…

  2. Darum geht es ja auch nicht, die Leute bleiben aber dran, wiederholen einfach und sie sind nach wie vor motiviert. Mein Blog besagte ja lediglich, dass die Motivation oft fehlt, dann weiter zu machen wenn es weh tut oder eben keine Anerkennung kommt. Der Führerschein ist ein Statussymbol und es ist sichtbar, dass man Auto fahren darf. Viele Menschen malen oder musizieren sehr gut ohne dass es irgendwer erfährt. Irgendwann einmal haben sie ihre Stunde der Anerkennung aber eben nur weil sie dran geblieben sind. sie motivieren sich dazu immer weiter zu machen. Das war die Aussage!

  3. Ich denke wirklich der Stellenwert des Führerscheins ist massiv gesunken.
    Klar es geht darum problemlos von A nach B zu gelangen, aber ein Statussymbol
    ist er schon länger nicht mehr.
    Und natürlich wird die theoretische Prüfung wiederholt – das ist keine Frage der Motivation, sondern des bereits investierten Geldes!
    Das ist heutzutage ganz schön viel und so gesehen als Motivator nicht zu unterschätzen.
    Und wie oft stehen hinter dem musikalischen Erfolg von Kindern ehrgeizige Erwachsene im Hintergrund?

    Der Gedanke, etwas nur für sich selbst zu tun, erst einmal losgelöst davon, ob man Erfolg haben wird oder nicht, ist in Zeiten von „mein Auto, mein Haus, meine Yacht“
    kaum umzusetzen – ich muss einem allgemeinen Bild von mir als Mensch, Frau/Mann,
    Tochter/Sohn, Stipendiat usw. genügen…..da bleibt die eigene Motivtion sicher und
    verständlicherweise oft auf der Strecke.

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