Hypnose – das ewig kontroverse Thema – warum?

Es ist mal wieder soweit und man muss darüber reden. In der letzten Zeit hatte ich über das Thema Hypnose einige hoch interessante Gespräche und das letzte Gespräch dieser Art ist erst zwei Tage her. Bei einer Geburtstagsfeier saß mir gegenüber ein sympathisch wirkender und scheinbar in sich ruhender Mann um die 60 Jahre. Er hörte aufmerksam zu, als ein Freund hinter mich trat und sich völlig zwanglos mit mir über das Thema Hypnose unterhielt. Er war selbst einmal bei mir weil es ihm geschäftlich nicht gut ging und er eine Lösung finden wollte. Hypnose half ihm dabei, seinen Weg zu finden, die Dinge klarer zu sehen. Der Mann mir gegenüber schaltete sich ein, dass Hypnose ja gefährlich ist, das hätte man schon oft im Fernsehen gesehen und das sei erwiesen. Ich habe ihm dann kurz erklärt, dass dieser Zustand völlig natürlich und auch nicht gefährlich ist. Er war trotzdem der Meinung, dass mit und unter Hypnose schon viele Verbrechen begangen wurden. Wenn das so einfach wäre, dann wäre die Welt des Verbrechens voll von Präzedenzfällen, konterte ich. Das ist aber nicht der Fall! Er schwenkte darauf hin sofort um und machte folgende Aussage: „Ich bin der Meinung, dass wir alle von einem Schöpfer abstammen und dass der Schöpfer den Zustand der Hypnose nicht im Menschen vorgesehen hat!“ Ich bemühte mich, ihm zu erklären, dass Hypnose sicher nichts mit Glauben im Sinne des christlichen Wertes oder Religiosität zu tun hat und ich seine Gefühle nicht verletzen will. Ich habe ihm angeboten, die beiden Themen zu trennen, da das eine mit dem anderen nichts zu tun hat. Das hat er vehement bestritten und er erklärte mir dann, dass er eine Phobie hätte. Als ich ihn bat, mir doch das Wort Phobie zu erklären, verstummte er. Als ich ihm erklärte, dass Angst durch die „Mitarbeit“ der Amygdala entsteht und diese wie ein Flaschenhals wirke und das Gefühl der Angst förmlich durchpeitscht, sah er mich verständnislos an. Das kenne er nicht und sowas würde es nicht geben, sagte er. Er erklärte mir dann, dass er Zeit seines Lebens immer ein sehr vorsichtiger Mensch gewesen sei und er hat sich dadurch vielleicht um vieles in seinem Leben gebracht. Das Gesicht, was er dabei machte, werde ich nie vergessen. Die ganze Bitterkeit seines eigenen Lebens stand ihm auf einmal ins Gesicht geschrieben. Unwissenheit schützt vor gar nichts. Die Verweigerung aber, wenigstens in Gedanken weiter zu gehen wirkt desaströs. Alles mies machen, ohne eine Ahnung davon zu haben oder auch nur haben zu wollen, wirkt zerstörend. Auf meine abschließende Frage ob er denn gläubig oder religiös wäre, sagte glatt: „Das weiß ich nicht!“ Keine weiteren Fragen! Diese Unwissenheit und die Weigerung, gedanklich einmal andere Wege zu gehen, steht dem realistischen Thema Hypnose und einer realistischen Diskussion bis heute im Weg – Schade

Kategorien Hypnose

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