Doping – Gedanken zu einem Thema und seiner traurigen Aktualität

Wenn man so wie ich vom Leistungssport in der Leichtathletik und im Bergsteigen kommt, dann hat man gelernt sich zu quälen. Man hat das gern getan und hat auch den ein oder anderen Ruhm oder eben die Anerkennung erfahren dürfen. Das war immer schön und so verwundert es keinen, wenn sich jemand an dieses gute Gefühl gewöhnen möchte. Der Griff zu verbotenen Mitteln wird einem auch noch leicht gemacht. Was Doping aber letztendlich mit dem Körper anrichtet, darüber wollen die wenigsten nachdenken. Zugegeben, da ist viel Geld im Spiel, zu viel Geld. Aber ob es die Medien oder die Sponsoren sind, die nur auf den Erfolg aus sind oder die Gesellschaft, die sich mit guten Sportlern identifiziert – die Liste der Verführungen ist lang. Von Anerkennung bis sehr viel Geld ist die Latte ziemlich lang geworden. Dass auch Leistungssport in gewisser Hinsicht Selbstzweck ist, wird dabei geflissentlich übersehen. Ein Selbstzweck, der aber bitte nicht in die Invalidität oder den fast schon geplant aussehenden Selbstmord führt. Mag ja sein, dass das ein wenig überspitzt ist aber ziemlich nahe an der Wahrheit ist es eben leider auch. Ich habe Doping oder auch Drogen in welcher Form auch immer verabscheut und mein bisheriges Leben lang dagegen gekämpft und ich werde dies auch in Zukunft tun. Was mir allerdings immer wieder auffällt, ist die Tatsache, dass man dann nicht zu erlaubten und unschädlichen Möglichkeiten wie Hypnose und Mentaltraining greift. Man kann das anbieten wie Sauerbier aber so wirklich zugreifen tut keiner. Das gilt nicht nur für den Sport sondern auch für das Studium und den Beruf. Die Menschen greifen lieber in die Medikamenten-Kiste anstatt zu alternativen Möglichkeiten. Das fängt bereits im Kindergarten und in der Schule an, wo mit einer Verantwortungslosigkeit sondergleichen das Medikament Ritalin verschrieben wird. Das geht dann am Beginn des Studiums weiter um gegen den Stress gewappnet zu sein, keine Versagensängste aufkommen zu lassen. So ist das leider auch im Sport. Wer Zweiter geworden ist, feiert keinen Erfolg, der hat einfach nur verloren, so einfach ist das. Jedes Kind hat sofort ADHS und mittlerweile sind allein in Deutschland weit über 600.000 Kinder und über 200.000 Erwachsene davon betroffen. Die Fernsehwerbung suggeriert uns Mittel, die gegen Vergesslichkeit und Trägheit sowie Leistungsverlust helfen sollen. Ab einem gewissen Alter kann man ohne so ein Mittel nicht mehr leben. Tabakwerbung ist im Fernsehen verboten worden, dafür lebt die Werbung von dem Satz: „Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie ihren Arzt oder Apotheker“! Das Fernsehen, das so vehement gegen Doping vorgeht indem es jeden Fall öffentlich macht und die Sportler anprangert, die gedopt haben, versorgt den Rest der Republik ungeniert mit „rein pflanzlichen und gut verträglichen“ Drogen. Hallo aufwachen, hier stimmt etwas nicht!! Man kann dem Vergessen und der Trägheit auch anders beikommen. Dasselbe gilt für den Sport. Gebt Eurem Gehirn die Möglichkeit, sich neu zu verschalten, energiegeladener zu werden aus Euch selbst heraus. Spezialtraining, Hypnose, Mentaltraining und ein gerüttelt Maß an Motivation reichen aus um gut zu werden, um höchste Leistung zu bringen. Zugegeben, das ist schwerer als einfach nur eine Tablette einzuwerfen!

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